Das Quecksilbererbe von Idrija ist in der UNESCO-Welterbeliste eingetragen

Idrija ist die Stadt mit der längsten Bergbautradition in Slowenien. Die Geschichte dieser Stadt ist mit einer fünfhundertjährigen Gewinnung eines wertvollen Metalls, des Quecksilbers, untrennbar verbunden. Das in Idrija gewonnene Quecksilber trug wesentlich zur Gestaltung der weltweiten Entwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin und Ökonomie bei und war unentbehrlich bei der Amalgamation, einem Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber. Das Bergwerk lockte die renommiertesten Techniker aus dem damaligen Europa an, die hier zusammen mit den einheimischen Fachleuten technologische und technische Innovationen von europaweiter Bedeutung konzipierten. Der Erlös aus dem Verkauf von Quecksilber füllte die Kassen der Monarchien und Länder, die das Bergwerk in verschiedenen Zeiträumen in Besitz hatten.

Die Stadt Idrija erfreut sich nach der Stilllegung des Bergwerks eines außerordentlichen und heute weltweit bekannten 500-jährigen Erzabbauerbes. Im Juni 2012 wurden »Die historischen Stätten der Quecksilbergewinnung: Almadén und Idrija«, die beiden größten Quecksilberbergwerke in der Welt, in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Dadurch wurde der einmalige und außerordentliche Charakter der von vielen Knappengenerationen geleisteten Arbeit anerkannt, die fast ein halbes Jahrtausend lang dieses Erbe schufen.