Entdeckung von Quecksilber und reichhaltigem Zinnobererz

Das Quecksilber soll von einem Schäffler entdeckt worden sein, als er im Brunnen seine Holzgefäße quellte. Auf dem Boden des Gefäßes, unter dem Wasser, sammelte sich ein schwerer, glitzernder Stoff, von dem sich später herausgestellte, dass es Quecksilber war. An der Fundstelle wurde die Kirche der Heiligen Dreieinigkeit errichtet.

Im ersten Jahrzehnt gruben die Knappen in Schiefer, der sehr arm an Quecksilber war. Überzeugt davon, dass es kein Erz mehr gebe und die Lagerstätte erschöpft sei, gerieten die Erzgruben und ihr Verwalter in Panik und befürchteten, dass man das Bergwerk werde schließen müssen. Am 22. Juni 1508, dem St. Achatiustag, waren die Knappen von Idrija Zeuge einer weiteren großen historischen Entdeckung: Bei der Vertiefung eines am Bach Nikova gelegenen Schachtes, der später aufgrund des Entdeckungszeitpunktes als Achatius-Schacht oder auch Glücksschacht bezeichnet wurde, stieß man etwa 48 m unter der Erdoberfläche in den sog. Skonca-Schichten auf reichhaltiges Zinnobererz. Diese Entdeckung bildete die Grundlage für den weiteren, ein halbes Jahrtausend andauernden Erzabbau. Zum Andenken an dieses wichtige Ereignis feiern die Knappen von Idrija am Tag des hl. Achatius, den sie zu ihrem Schutzpatron gewählt haben, ihr Feiertag. Sie begangen ihn viele Jahre hindurch feierlich mit einer heiligen Messe und einer anschließenden Prozession. Heute ist der 22. Juni der Feiertag der Gemeinde Idrija.